Egg

EGG IM HERZEN DES BREGENZERWALDES

Egg liegt in der Mitte des Bregenzerwaldes auf ca. 600 m Höhe. Will man nach Egg gelangen, so ist dies nur über Brücken, aus welcher Richtung man auch kommt, möglich. Die Bregenzerache durchzieht die Talsohle in einem silbernen Band. Das Ortszentrum ist von Geschäftigkeit geprägt, Handel, Gewerbe, Gastronomie, Dienstleistungen und Verkehrsknotenpunkte haben hier ihren festen Platz.

Egg ist die größte Gemeinde des Bregenzerwaldes und der wirtschaftliche Mittelpunkt. Die Menschen leben hier mit der Selbstverständlichkeit einer freundlichen Bewirtung, einer sauberen Umgebung, einer wunderschönen Bergwelt und dem immer wichtiger werdenden Energiespender "NATUR".

GESCHICHTE

Die Besiedlung des Bregenzerwaldes begann um das Jahr 1000 nach Christi Geburt. Egg zählt neben Andelsbuch, Schwarzenberg und Lingenau zu den ältesten Dörfern der Talschaft.

Die früheste urkundliche Erwähnung der Pfarre "Anderegge" ist im "Liber decimationis" von 1275 (Freiburger Diözesan-Archiv) zu finden. Egg war königliches Reichsgut, später Besitz der Grafen von Bregenz und Feldkirch und kam 1390 mit dem Gericht "Innerwald" an das Haus Habsburg-Österreich.

Im Gericht Innerwald regierte und urteilte mehr als 400 Jahre lang der freigewählte Landammann mit seinen 24 Räten. In Egg tagten zu jenen Zeiten das Nieder- und Hochgericht. Daran erinnern noch die Gerichtslinde und der Prangerstein neben der Pfarrkirche, die Richtstätte beim Mühlinger Bild und der Galgenbühel auf dem Feldweg nach Großdorf. Zur napoleonischen Zeit hat Bayern die freie Gerichtsbarkeit und Verwaltung der Innerwälder ab 1806 aufgehoben.

Von 1805 bis 1814 gehörte der Ort zu Bayern, dann wieder zu Österreich. Zum österreichischen Bundesland Vorarlberg gehört Egg seit dessen Gründung 1861.

Von 1945 bis 1955 war Egg Teil der französischen Besatzungszone in Österreich.

PFARRKIRCHE EGG UND GROSSDORF

Kirche St. Nikolaus Egg
Die Kirche "an der Egge" wird bereits 1275 urkundlich erwähnt und ist eine der ältesten Pfarren des Bregenzerwaldes. 1885 kam Pfarrer Johann Georg Rüscher nach Egg und fand ein baufälliges Gotteshaus vor.

Im Juli 1890 wurde mit dem Abbruch der alten Kirche begonnen. Am Patroziniumsfest, dem 6. Dezember 1892 konnte in das neue Gotteshaus Einzug gehalten werden.

Josefskirche Großdorf
Bereits vor 1687 ist eine Kapelle überliefert, die im Jahre 1716 zur Pfarrkuratie wurde. In den Jahren 1760 bis 1762 wurde nach den Plänen von Kaspar Waldner die Kirche errichtet und 1770 geweiht. Im Jahre 1862 wurde die Kirche nach Westen erweitert und die Altäre und die Kanzel vom Maler Johann Michael Zündel neu gefasst. Im Jahre 1883 wurde die Josefskirche zur Pfarrkirche erhoben.